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WESEN DER PKD
Der Begriff PKD
(Polycystic Kidney Disease) stammt aus dem Anglo-Amerikanischen und beschreibt eine Krankheit, bei der zahlreiche Zysten, also mit
wäßrigem Inhalt gefüllte Räume, in der Niere auftreten. In der Regel sind beide Nieren betroffen. Durch die enge Bindung der
Perserkatzenzüchter an Amerika wurde dieser Begriff "eingedeutscht" übernommen. Hier ist die Erkrankung den Tierärzten
meist unter der Bezeichnung "Polyzystisches Syndrom" bekannt. Diese Ausdrucksweise kommt dem Wesen der Erkrankung näher,
da die Zysten neben der Niere, in der sie am häufigsten auftreten, auch bei ca. 8 % der Katzen in der Leber gefunden werden, selten
in der Milz, der Bauchspeicheldrüse (Pankreas), dem Eierstock (Ovar), der Gebärmutter (Uterus) oder der Lunge. Außerdem sind
zusätzliche gewebige Veränderungen in den Nieren und den Lebern betroffener Tiere mikroskopisch (histologisch) nachweisbar. Die
Zysten liegen bereits bei den Neugeborenen vor, sind aber noch sehr klein. Ab der 8. Lebenswoche können sie mit Ultraschall gesehen
werden. In den folgenden Lebensmonaten werden diese flüssigkeitsgefüllten Räume größer, insbesondere während der Wachstumsphase der
Welpen. Die Zysten können sich in der Nierenrinde (außen) und/oder im Nierenmark (innen) sowie in der Übergangszone befinden. Als
Ursache wurde ein vermehrtes Wachstum von Oberflächenzellen (Epithelprofileration) von Eaton und Mitarbeitern (1997) festgestellt.
Sie fanden außerdem bei den meisten Tieren mit Nierenzysten eine gleichzeitige Nierenentzündung (interstitielle Nephritis) und
Vermehrung des Bindegewebes (Fibrose). Ein Zusammenhang zwischen den Zysten und dem durch sie ausgeübten Druck auf das umgebende
Nierengewebe und die Entzündungsherde konnte nicht nachgewiesen werden, da auch zystenfreie Teile der Niere entzündet waren.
Andererseits konnte die Umgebung sogar von großen Zysten völlig unverändert sein. Viele der Zysten waren so klein, daß sie nur mit
dem Mikroskop zu sehen waren. (Aus: "Katzen extra" 7/99)
WAS IST PKD UND WELCHE AUSWIRKUNGEN HAT DIESE KRANKHEIT?
Kidney Disease (vielfache Nierenzysten-Krankheit) ist eine Erbkrankheit, die bei Katzen vor rund 20 Jahren in den USA
entdeckt wurde. Gegen diese Krankheit gibt es keine Medikamente. Die Zysten lassen das umgebende Nierengewebe verkümmern. PKD kann
bereits im Alter von 8 Wochen diagnostiziert werden. Ultraschalluntersuchungen ab 10 Monaten ergeben eine 98 %ige Sicherheit, eine
andere Möglichkeit zur Feststellung von PKD gibt es zur Zeit nicht. Die Krankheit tritt meist zwischen dem 3. und 10. Lebensjahr
auf. Die Nieren vergrößern sich durch die Vermehrung und das Wachstum der Zysten. Die Nierenfunktion wird beeinträchtigt. Im
Endstadium der Krankheit sieht die Katzenniere wie ein Schwamm aus. Sie kann nicht mehr arbeiten und das Ende bedeutet
Nierenversagen. Die Krankheit verläuft immer tödlich. Neuere Untersuchungen belegen, daß auch in Deutschland je nach Rasse bis über
40 % der untersuchten Tiere von PKD betroffen sind.
PKD ist eine autosomale dominant vererbte Krankheit, d.h. jedes
PKD-positive Zuchttier bringt auch bei der Verpaarung mit einem gesunden Elternteil 50 % PKD-kranke Jungtiere. Sind dagegen beide
Elterntiere PKD-positiv, werden alle Nachkommen ebenfalls zu 100 % an Polycystic Kidney Disease erkranken.
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